Bei Calcium gibt es wohl auch ein zu viel des Guten

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Viele Mineralwässer enthalten Cacium

Wir alle brauchen täglich Calcium. Nach Angaben von Fachgesellschaften sollte der Erwachsene täglich etwa 1g aufnehmen. Für Betroffene mit Osteoporose werden etwa 1,5g Calcium täglich empfohlen. Bei Kindern und Jugendlichen sind die empfohlenen Mengen geringer.  Die Hauptnahrungsquellen für Calcium sind Milch und Milchprodukte sowie einige Mineralwässer. Nach Erkenntnissen der Nationalen Verzehrstudie erreichen Männer und Frauen ab etwa dem 50. Lebensjahr überwiegend nicht mehr die empfohlenen täglichen Calcium Aufnahmen. Gleiches gilt für Jugendliche. Es ist daher nachvollziehbar, dass für Menschen ab dem mittleren Lebensalter empfohlen wird, auf ausreichende Calcium Aufnahme zu achten, um das Osteoporoserisiko zu senken. Das ist auch nachgewiesenermaßen erfolgreich. In den letzten Monaten wurden jedoch auch wissenschaftliche Studien diskutiert, die den Verdacht nährten, dass zu viel Calcium auch zu kardiovaskulären Problemen führen könnte.  Allerdings waren die Studien sehr widersprüchlich. Mal wurde eine Risikoerhöhung festgestellt, mal nicht. Was ist also zu raten? Wer täglich ausreichend Milch und Käse verzehrt, also etwa 1 Glas Milch, 2 Scheiben Käse und 1 großen Yogurt und dazu vielleicht noch Calcium reiches Mineralwasser trinkt, muss sich um seine Calcium Versorgung keine Sorgen machen. Es liegt auch keine Notwendigkeit vor, Calcium zusätzlich einzunehmen. Liegt allerdings ein erhöhtes Osteoporose Risiko vor oder die Calcium Versorgung aus der Nahrung ist nicht ausreichend gewährleistet, dann sollte zusätzlich über Calcium Tabletten nachgedacht werden. Interessierte können sich an den Leitlinien des Dachverbandes Osteoporose orientieren. Hier ist der Link.  http://www.dv-osteologie.org/uploads/leitlinien/DVO-Leitlinie_A4_30Aug10_web_neutral.pdf

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